Leserbrief zum SZ Beitrag v. 9.2.2022
Lange habe ich mit Schreiben gezögert, doch zu sehr verwundert es, dass die LaGa-Macher stur an einem überkommenen Parkplatz-Typ festhalten: Kiesflächen. Das ist weder ökologisch noch nachhaltig noch zeitgemäß.
Bereits vor Beginn der konkreten Planungen zur Laga hatte ich der Wangener Stadtplanung den Bau von temporären Parkhäusern ″nahe gelegt“. Die Antwort war irritierend: man höre in der Verwaltung das Wort Parkhaus nicht gern.
Die Parkhaus-Idee stellte ich danach in verschiedenen Formen weiteren Vertretern der Stadt– zuletzt dem Baudezernenten vor. Stadardantwort: ″Kiesparkplätze sind billiger!“. Diese Rechnung kann gewaltig daneben gehen!
Der Boden der Kiesparker muss als kontaminierter Sondermüll entsorgt werden. Zum nötigen Bodenaustausch kommt die flächige Bodenverdichtung, welche bei einer Renatureirung der Fläche auch zu beseitigen ist. Ich kann mir das nicht ″billiger“ vorstellen als ein Stahlparkhaus auf Einzelfundamenten. Bei entsprechender Planung kann ein solches abgebaut und anders wo (weiter verkauft und) wieder aufgebaut werden – ohne Bodenaustausch und übermäßig verdichtete Böden. Von den zusätzlichen ökologischen Möglichkeiten von Hochparkern will ich gar nicht mal reden. Nicht einmal die GOL hat sich für solche Vorschlägezur Laga seit 2013 interessiert. Dass also derlei auch neun Jahre später nicht einmal diskutiert wird, zeigt die Wurstuigkeit auch im Rat und macht mich als Bürger und Planer inzwischen wütend!
Michael Scheidler
- Architekt -