Hier finden Sie Texte und anderes mit aktuellem Bezug...

Mai/Juni 2021:  Verkehr und Lindauer Vorstadt

Kreisverkehr am Lindauer Tor?

Created with Sketch.

Sinn oder Unsinn verkehrsstruktureller Maßnahmen sind Grund eben solche zu hinterfragen. Der Knall auf Fall auf die TO des Gemeinderats gesetzte Entscheidung zum Bau eines Kreisels vor "meinem" Stadttor war Grund für eine kurzfristige tiefer gehende Beschäftigung mit diesem Randthema...

März 2021:  500 Jahre Gottesacker in Wangen

Schadensdokumentation und -Kartierung

Created with Sketch.

Der Gottesacker im Westen der Altstadt wurde vor 500 Jahren geweiht. Aus einer zunächst Laune heraus erarbeite ich derzeit eine optische Schadensdokumentation und -kartierung, da es an der Kapelle wie auch an der erst 2012-13 sanierten Firedhofsmauer und den Grabkapellen wieder zu Bauschäden gekommen ist.

Februar 2021: Essay zum Zustand und den Notwendigkeiten 

Neustart der Innenstädte

Created with Sketch.

Wenn wir unsere Innenstädte nach Corona neu starten wollen, braucht es Vieles: Zeit, GEduld, Mut und vor allem eines: neues Leben... <pdf-Datei>

 Mein Leserbrief in der Schwäbischen Dezember 12/2020

Straßennamen im Wangener Kriegerheim

Created with Sketch.

Reduzierung auf die Katastrophe

zur Debatte um die Straßennamen im Kriegerheim

Kennen Sie Virodunum? Es das ist eine Kleinstadt in Lothringen, als solche Bischofssitz seit dem 4. Jht. Sie taucht immer wieder in den Annalen Zentraleuropas auf – so als Ort des Vertrages, mit welchem 843 die Teilung des Frankenreichs manifestiert wurde.

Der Ort heißt heute Verdun, war rund 500 Jahre Teil des ostfränskischen Reichs, um dann 1552 an Frankreich zu fallen. Eine lange Geschichte im Herzen Europas soll nun auf den Irrsinns zweier Jahre reduziert werden.Das halte ich im Sinne einer besseren Bildung für völlig falsch. Verdun lag immer wieder in Mitten von Kriegswirren, war zugleich eine wichtiges Nebenzentrum, ein Handelsort und erfuhr – zum eigenen Leidwesen - nach 1552 den Ausbau zur Festungsstadt. Und solche war sie eben auch 1914/15, als Falkenhayn nach dem Scheitern der Marneschlacht Verdun zum Schlüssel zur Eroberung von Paris erklärte. Der Rest ist bekannt.

Aber darauf Verdun reduzieren? Das ist für mich die anmaßende Arroganz einer Gesellschaft,die sich immer öfter in absoluten Urteilen über frühere Zeiten verliert, historische Zusammenhänge übersieht und oftmals Geschichte reduziert und selektiv. So kommt auch das Geschichtsbild der Revisionisten zustande.

Konkret zum Kriegerheim: Selbst wenn 1937 als Erinnerung an die Schlachten / Katastrophen Namen-gebenden Orte und Regionen in Email festgehalten wurden, müssen wir nicht weiter reduzieren, sondern erweitern, diese Orte ins Bewusstsein zurück bringen, als das was sie sind: interessante, entdeckens-werte Punkte, Striche und Flächen auf der Landkarte eines erstmals seit Jahrhunderten in vielen Teilen wieder offenen Europas.

Im LK Geschichte lernten wir einst, nicht nur die jeweils passenden Abschnitte aus der Geschichte heraus zupicken, um einem wie auch immer motivierten Mainstream zu folgen. Geschichte ist nicht teilbar, sie besteht aus Zusammenhängen, langen Entwicklungslinien. Sie muss als Ganzes gesehen werden. Von daher muss der erste Weltkrieg als Folge der Geschichte gesehen werden. Denn ansonsten können wir in der Wittwais gleich weiter machen, oder weitere Straßennamen in Frage stellen!